Tarifförderung Photovoltaik

Informationen zum Ablauf der Tarifförderung bei PV-Anlagen
  • Allgemeines 

    HINWEIS: Aktuelle Informationen zu verfügbaren Fördermitteln finden Sie in unserer Kontingentübersicht!

    Gefördert werden neu installierte, netzgekoppelte Photovoltaikanlagen von über 5 kWp bis 200 kWp, die ausschließlich an oder auf einem Gebäude angebracht werden.

    Für die Tarifförderung steht ein jährliches Förderbudget in Höhe von € 8 Millionen zur Verfügung, die Antragstellung ist ganzjährig möglich (mit Ausnahme von Wartungsarbeiten des elektronischen Abwicklungssystems).

    Die Tarifförderung für Photovoltaikanlagen wird im Jahr 2021 vergeben als Kombination aus:

    • Einmalzuschuss: Max. 250 €/kWp, max. 30% der Errichtungskosten
    • Erhöhter Einspeisetarif: 7,06 Cent/kWh, 13 Jahre Förderlaufzeit

    Beide Teile der Förderung können nur in Kombination beantragt werden.

    Voraussetzungen für die Antragstellung:

    • Einspeisezählpunkt der Photovoltaikanlage: Dieser ist der Netzanschlusspunkt Ihrer geplanten Erzeugungsanlage und wird durch den zuständigen Netzbetreiber vergeben (vorläufige Netzzusage/E-Mail des Netzbetreibers als schriftlicher Nachweis erforderlich).
    • Anzeigen und Genehmigungen: Alle für Errichtung und Betrieb erforderlichen Anzeigen und Bewilligungen müssen zum Zeitpunkt der Ticketziehung bereits vorliegen. Welche Anzeigen und Bewilligungen erforderlich sind, können Sie vorab mit der zuständigen Behörde (Gemeinde/Stadt, Bezirkshauptmannschaft, Gewerbebehörde etc) klären.
    • Gültiger Erstantrag vor Errichtung der Anlage: Bitte beachten Sie, dass ein gültiger Förderantrag unbedingt vor Beginn der Errichtungs-Maßnahmen einzureichen ist. Wurde bereits mit den Errichtungsmaßnahmen begonnen, bevor ein gültiger Antrag eingereicht wurde, ist keine Förderung Ihres Projekts möglich.
    • Anbringungsort Gebäude: Ausschließlich an oder auf einem Gebäude angebrachte Photovoltaikanlagen sind im Rahmen der Tarifförderung förderfähig.
    • Förderfähige Anlagenleistung: Anlagen mit einer Gesamtleistung bis zu 5 kWp sowie größer als 200 kWp können nicht gefördert werden.
    • Unzulässige Doppelförderungen: Investitionen für Errichtungen oder Erweiterungen, für die auch andere Bundes- oder Landesförderprogramme in Anspruch genommen werden, sind nicht förderfähig. Beispielsweise ist die Kombination der Förderaktion „Photovoltaik-Anlagen" des Klima- und Energiefonds (KLIEN) mit der Förderung der OeMAG nicht vereinbar.

    Als Alternative zur Tarifförderung gibt es grundsätzlich den Investitionszuschuss gemäß § 27 a ÖSG 2012 für Photovoltaikanlagen. Sollten Sie eine PV-Anlage bis 5 kWp oder mit einer Gesamtleistung von über 200 kWp planen oder es sich bei dem geplanten Anbringungsort um kein Gebäude handeln, lesen Sie bitte hier weiter. Einen Vergleich der beiden Förderprogramme finden Sie hier!

  • Ticketziehung & Antragstellung 

    Bei der Antragstellung ist der sogenannte Eigenversorgungsanteil anzugeben. Der Eigenversorgungsanteil ist ein auf die Leistung der Anlage bezogener anteiliger Verzicht auf den Fördertarif, die Höhe des Einmalzuschusses bleibt davon unberührt. Für weiterführende Informationen siehe FAQs.

    Die Reihung der Anträge erfolgt grundsätzlich nach dem Prinzip first come-first served (Windhundprinzip). Bitte beachten Sie, dass für Photovoltaikanlagen bei Anträgen im Zeitraum 12.01.2021 bis 19.01.2021 der Eigenversorgungsanteil als Reihungskriterium maßgeblich ist. Bei gleichem Rang entscheidet der Zeitpunkt der Antragstellung.

     

    Leitfaden Ticketziehung gültig ab 2021

  • Bestellnachweis & Förderzusage 

    Sollte der Förderwerber, der einen Antrag für eine PV-Anlage im Jahr 2021 eingebracht hat, von der OeMAG eine E-Mail mit der „Aufforderung zur Erfassung der übrigen vertragsrelevanten Daten“ erhalten, so ist er verpflichtet, binnen 3 Monate nach Erhalt dieser E-Mail geeignete Nachweise (zB gegengezeichnetes Angebot, Rechnungen, Verträge etc) über die rechtsverbindliche Bestellung der beantragen Photovoltaikanlage im Antrag hochzuladen sowie die übrigen vertragsrelevanten Daten fristgerecht zu ergänzen.
    Wird dieser Nachweis nicht erbracht und die Daten nicht fristgerecht ergänzt, kann der Antrag nicht im Förderkontingent berücksichtigt werden.

    Sofern der Bestellnachweis positiv geprüft werden konnte, kann der Vertrag über die Abnahme und Vergütung von Ökostrom erstellt werden.
    Ab dem 01.01.2020 werden Verträge über die Abnahme und Vergütung von Ökostrom nicht mehr per Post versandt, sondern im elektronischen Abwicklungssystem zum Download bereitgestellt. Der Download kann nach der Erstellung des Vertrages durch den Einstieg in das elektronische Abwicklungssystem (Login mit Benutzer und Passwort auf der Onlineplattform) unter dem Punkt „Vertragsdokumente“ oder in der Förderantrags-Übersicht erfolgen.
    Mit dem Versand der E-Mail „Ihr Vertrag steht zum Download bereit“ werden Sie über die Download-Möglichkeit informiert. Der Vertrag muss nicht unterzeichnet und nicht retourniert werden.

     

    Leitfaden zu Erfassung der vertragsrelevanten Daten gültig ab 2021 (Tarifförderung)

  • Inbetriebnahme & Einmalzuschuss 

    Ab Vertragsausstellung hat der Förderwerber 9 Monate Zeit, das beantragte Projekt umzusetzen und in Betrieb zu nehmen. Erfolgen die Umsetzung sowie die Inbetriebnahme nicht innerhalb dieser Frist, gilt der Antrag auf Tarifförderung als zurückgezogen und die Zusicherung der Förderung als verfallen.

    Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgt durch den zuständigen Netzbetreiber. Achten Sie darauf, dass die Inbetriebnahme durch den Netzbetreiber an die OeMAG gemeldet wird, da nur so die Vergütung der Förderung möglich ist.

    Nach fristgerechter Inbetriebnahme der Anlage müssen die Unterlagen zur Endabrechnung über das Onlinesystem hochgeladen werden. Diese Unterlagen sind spätestens 6 Monate nach Inbetriebnahme der Anlage einzureichen.

    Was wird im Rahmen des Einmalzuschusses gefördert?
    Für die Errichtung von Photovoltaikanlagen ist gemäß Einspeisetarifverordnung ein Einmalzuschuss im Rahmen der Tarifförderung vorgesehen. Dieser Zuschuss stellt einen Zusatz zum erhöhten Einspeisetarif dar und kann ohne Förderzusage (Tarifförderung) nicht gesondert beantragt werden.
    HINWEIS: Hierbei handelt es sich nicht um Investitionszuschüsse gemäß § 27a ÖSG 2012. Informationen zur Förderung von Investitionszuschüssen finden Sie hier.

    Gefördert werden neu installierte Photovoltaikanlagen, die ausschließlich an oder auf einem Gebäude angebracht sind und im Kontingent berücksichtigt wurden. Es sind nur jene Investitionen förderfähig, die mit der Errichtung der Ökostromanlage in direktem Zusammenhang stehen. Anerkannt werden können nur jene Kosten, die durch Rechnung eines für die jeweilige Tätigkeit befugten Gewerbsmannes aus der Europäischen Union nachgewiesen werden können.

    Wenn Sie einen Vertrag über die Abnahme und Vergütung von Ökostrom zum Netzparitätstarif abgeschlossen haben, besteht kein Anspruch auf einen Einmalzuschuss!

     

    Leitfaden zur Erfassung des Einmalzuschusses gültig ab 2021 (Tarifförderung)