Tarifförderung Photovoltaik

Informationen zum Ablauf der Tarifförderung bei PV-Anlagen
  • Allgemeines 

    Die Ökostromtarifförderung gilt für Photovoltaikanlagen mit einer Modulspitzenleistung größer als 5 kWp. Anlagen mit einer Modulspitzenleistung bis inkl. 5 kWp können nicht gefördert werden, eine Einspeisung in die Bilanzgruppe ist nur zum Marktpreis möglich.
    Für die Tarifförderung steht ein jährliches Förderbudget in Höhe von € 8 Millionen zur Verfügung.

    Die Tarifförderung umfasst in Kombination auch einen Einmalzuschuss. Beide Teile der Förderung können nur in kombinierter Form beantragt werden.
    Die Höhe des Einspeisetarifes sowie des Einmalzuschusses wird per Verordnung festgesetzt. Die Einspeisetarife gemäß der aktuellen Verordnung finden Sie hier!

    Informationen zum reinen Investitionszuschuss gemäß §27a ÖSG 2012 für PV-Anlagen und Stromspeicher finden Sie hier.

    Nach erfolgreicher Ticketziehung und Vervollständigung des Antrages erhalten Sie eine unverbindliche Bestätigung, dass der Antrag eingelangt ist. Sofern für Ihren Antrag eine Kontingentzuteilung möglich ist, erhalten Sie die „Aufforderung zur Erfassung der vertragsrelevanten Daten“ per E-Mail zugesendet. Um eine Förderzusage erhalten zu können, müssen binnen 3 Monaten nach Erhalt dieser E-Mail geeignete Nachweise über die rechtsverbindliche Verpflichtung zur Bestellung des beantragten Projektes im Antragssystem hochgeladen werden sowie die übrigen vertragsrelevanten Daten erfasst werden.
    Ab Vertragserstellung hat der Förderwerber nun 9 Monate Zeit, die Anlage in Betrieb zu nehmen.
    Die Unterlagen für die Endabrechnung müssen fristgerecht binnen sechs Monaten ab dem Stichtag der Inbetriebnahme im Antragssystem hochgeladen werden.

    Wichtige Informationen zur Fördervergabe (Tarifförderung):

    • Bitte beachten Sie, dass ein gültiger Förderantrag unbedingt vor Beginn der baulichen Maßnahmen einzureichen ist. Wurde bereits mit den baulichen Maßnahmen begonnen, bevor ein gültiger Antrag eingereicht wurde, besteht eine Kontrahierungspflicht nur mehr zum Marktpreis.
    • Photovoltaikanlagen, die auf einer Freifläche errichtet werden, sind nicht förderfähig.
    • Anlagen mit einer Gesamtleistung größer als 200 kWp können nicht gefördert werden.
    • Die Kombination der Förderaktion „Photovoltaik-Anlagen" des Klima- und Energiefonds (KLIEN) mit anderen Bundesförderungen wie z. B. der Ökostromtarifförderung der OeMAG ist nicht möglich. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Klima- und Energiefonds sowie auf www.umweltfoerderung.at.

     

     

  • Ticketziehung & Antragstellung 

    Die Antragstellung für Anträge auf Tarifförderung gemäß § 12 ÖSG 2012 für Photovoltaikanlagen ist ab dem 09.01.2020, 17:00 Uhr MEZ ausschließlich via Ticketsystem auf der OeMAG-Homepage möglich. Anträge können ab diesem Zeitpunkt laufend eingebracht werden.

    Steigen Sie am 09.01.2020 ausschließlich über die OeMAG-Homepage ein. Löschen Sie vorher gespeicherte COOKIE-Dateien, Browserverlauf und Cache. Förderanträge können ausschließlich online über das Ticketsystem der OeMAG eingebracht werden. Eine Antragstellung via Fax, Post oder E-Mail ist nicht möglich.

    Beachten Sie bitte, dass Anträge, die zwischen dem 09.01.2020 und 16.01.2020 eingebracht werden, nach dem vom Förderwerber angegebenen Eigenversorgungsanteil gereiht werden.
    Anträge, die ab dem 17.01.2020 eingebracht werden, werden nach dem Einreichzeitpunkt gereiht ("first come-first served"- bzw. Windhund-Prinzip).

    Voraussetzungen:

    • Ein gültiger Antrag muss unbedingt vor Beginn der baulichen Maßnahmen eingereicht werden. Wurde bereits mit den baulichen Maßnahmen begonnen, bevor ein gültiger Antrag eingereicht wurde, besteht eine Kontrahierungspflicht nur mehr zum Marktpreis.
    • Zum Zeitpunkt der Antragstellung (Ticketziehung) müssen bereits alle für die Errichtung und den Betrieb der Anlage erforderlichen Genehmigungen in erster Instanz bzw. alle erforderlichen Anzeigen vorliegen.
    • Die Einbringung eines Förderantrages ist weiters nur mit einem gültigen Einspeisezählpunkt möglich. Diese Angabe kann zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr geändert werden, Falschangaben führen folglich zur Ablehnung des Antrages.
    • Es können nur jene Anlagen gefördert werden, die an oder auf einem Gebäude errichtet werden. Freiflächenanlagen sind nicht mehr förderfähig.
    • Die Tarifförderung kann nicht für einen bereits investitionsgeförderten Anlagenteil beantragt werden. Wenn ein Antrag auf Investitionszuschuss für eine Photovoltaikanlage besteht, ist vor möglicher Einreichung das bestehende Ansuchen in schriftlicher Form zurückzuziehen.
    • Die Tarifförderung ist nicht mit anderen Bundes- oder Landesförderprogrammen kombinierbar. Wurde für Anlagenteile bereits eine andere Bundes- oder Landesförderung in Anspruch genommen, sind diese Anlagenteile nicht mehr mittels Tarifförderung förderfähig.
    • Eine Anschlussmöglichkeit an das öffentliche Netz muss gegeben sein. Damit die Förderung erfolgen kann, muss die eingespeiste Energie der OeMAG zugewiesen werden.

     

    Leitfaden Ticketziehung gültig ab 2020
    FAQs Eigenversorgungsanteil

  • Bestellnachweis & Förderzusage 

    Sollte der Förderwerber, der einen Antrag für eine PV-Anlage im Jahr 2020 eingebracht hat, von der OeMAG eine E-Mail mit der „Aufforderung zur Erfassung der übrigen vertragsrelevanten Daten“ erhalten, so ist er verpflichtet, binnen 3 Monate nach Erhalt dieser E-Mail geeignete Nachweise (zB gegengezeichnetes Angebot, Rechnungen, Verträge etc) über die rechtsverbindliche Bestellung der beantragen Photovoltaikanlage im Antrag hochzuladen sowie die übrigen vertragsrelevanten Daten fristgerecht zu ergänzen.
    Wird dieser Nachweis nicht erbracht und die Daten nicht fristgerecht ergänzt, kann der Antrag nicht im Förderkontingent berücksichtigt werden.

    Sofern der Bestellnachweis positiv geprüft werden konnte, kann der Vertrag über die Abnahme und Vergütung von Ökostrom erstellt werden.
    Ab dem 01.01.2020 werden Verträge über die Abnahme und Vergütung von Ökostrom nicht mehr per Post versandt, sondern im elektronischen Abwicklungssystem zum Download bereitgestellt. Der Download kann nach der Erstellung des Vertrages durch den Einstieg in das elektronische Abwicklungssystem (Login mit Benutzer und Passwort auf der Onlineplattform) unter dem Punkt „Vertragsdokumente“ oder in der Förderantrags-Übersicht erfolgen.
    Mit dem Versand der E-Mail „Ihr Vertrag steht zum Download bereit“ werden Sie über die Download-Möglichkeit informiert. Der Vertrag muss nicht unterzeichnet und nicht retourniert werden.

     

    Leitfaden zu Erfassung der vertragsrelevanten Daten gültig ab 2020 (Tarifförderung)

  • Inbetriebnahme & Einmalzuschuss 

    Ab Vertragsausstellung hat der Förderwerber 9 Monate Zeit, das beantragte Projekt umzusetzen und in Betrieb zu nehmen. Erfolgen die Umsetzung sowie die Inbetriebnahme nicht innerhalb dieser Frist, gilt der Antrag auf Tarifförderung als zurückgezogen und die Zusicherung der Förderung als verfallen.

    Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgt durch den zuständigen Netzbetreiber. Achten Sie darauf, dass die Inbetriebnahme durch den Netzbetreiber an die OeMAG gemeldet wird, da nur so die Vergütung der Förderung möglich ist.

    Nach fristgerechter Inbetriebnahme der Anlage müssen die Unterlagen zur Endabrechnung über das Onlinesystem hochgeladen werden. Diese Unterlagen sind spätestens 6 Monate nach Inbetriebnahme der Anlage einzureichen.

    Was wird im Rahmen des Einmalzuschusses gefördert?
    Für die Errichtung von Photovoltaikanlagen ist gemäß Einspeisetarifverordnung ein Einmalzuschuss im Rahmen der Tarifförderung vorgesehen. Dieser Zuschuss stellt einen Zusatz zum erhöhten Einspeisetarif dar und kann ohne Förderzusage (Tarifförderung) nicht gesondert beantragt werden.
    HINWEIS: Hierbei handelt es sich nicht um Investitionszuschüsse gemäß § 27a ÖSG 2012. Informationen zur Förderung von Investitionszuschüssen finden Sie hier.

    Gefördert werden neu installierte Photovoltaikanlagen, die ausschließlich an oder auf einem Gebäude angebracht sind und im Kontingent berücksichtigt wurden. Es sind nur jene Investitionen förderfähig, die mit der Errichtung der Ökostromanlage in direktem Zusammenhang stehen. Anerkannt werden können nur jene Kosten, die durch Rechnung eines für die jeweilige Tätigkeit befugten Gewerbsmannes aus der Europäischen Union nachgewiesen werden können.

    Wenn Sie einen Vertrag über die Abnahme und Vergütung von Ökostrom zum Netzparitätstarif abgeschlossen haben, besteht kein Anspruch auf einen Einmalzuschuss!

     

    Leitfaden zur Erfassung des Einmalzuschusses gültig ab 2020 (Tarifförderung)